Minimum-Material-Bedingung (LMC)

Die Minimum-Material-Bedingung wird verwendet, um das Maß und Position von Löchern sowie die Dicke des Materials zu steuern.
Wenn beispielsweise die Bohrung eines Teils ein ungenaues Maß oder eine ungenaue Position unter der Minimum-Material-Bedingung aufweist (die Bohrung hat das größte Maß), ist das Teil nicht fest genug und kann brechen. Die Minimum-Material-Bedingung ist sinnvoll bei der Konstruktion von Teilen mit solch genauen Platzanforderungen.

Anwendung der Minimum-Material-Bedingung

Der unerwünschteste Zustand im Hinblick auf die Konstruktion der Dicke ist, wenn der Lochdurchmesser groß ist (kleinstes Materialmaß) und das Loch nahe am Rand positioniert ist. Im Gegensatz dazu kann bei kleinem Lochdurchmesser (Maximal-Material-Bedingung) die Festigkeit auch erhalten bleiben, wenn das Loch nah am Rand ist.

Anwendung der Minimum-Material-Bedingung
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Die Seite des Lochs ist so nah am Rand, dass das Loch ausbrechen könnte.

Was bedeutet ?

Um die Minimum-Material-Bedingung auf ein Maß anzuwenden, schreiben Sie nach der Maßtoleranz im Merkmalssteuerrahmen. In einigen Fällen kann noch ein Bezugspunktsymbol hinzukommen. „L“ steht für „least material condition“ (Minimum-Material-Bedingung, LMC). Dieses Symbol gibt die Anwendung der Minimum-Material-Bedingung an.

Was bedeutet L?

Beispielangabe der Minimum-Material-Bedingung

Die folgende Zeichnung ist ein Beispiel für die Angabe der Minimum-Material-Bedingung für Kante und Loch, wenn die minimale Dicke anhand der Position angegeben wird.
Wenn auf die Maßtoleranzzone angewendet wird, wird die Positionsspezifikation Φ0,5 nur angewendet, wenn das Loch mit Ø 24 in seiner Minimum-Material-Bedingung Φ24,1 ist. Bei kleiner werdender Bohrung nimmt die geometrische Toleranz zu.

Beispielangabe der Minimum-Material-Bedingung

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