Beschriftungslaser
Beschriftungslaser
Laserbearbeitung
Kennzeichnung von Milchverpackungen
Wichtige Punkte im Überblick
- Kennzeichnung von Milchverpackungen muss laut LMIV und EG‑Verordnung sichtbar, lesbar und dauerhaft sein.
- Variable Daten (MHD, Chargen, Zulassungsnummern) benötigen störungsfreie, feuchteresistente Aufbringung.
- Monoverpackungen verbessern Recycling, erfordern jedoch laserbasierte Kennzeichnung statt Standardtinte.
- UV-Beschriftungslaser MD-U liefert kontrastfeste, abriebfeste Markierungen bei Kondenswasser und Fettspritzern.
Für Verbraucher ist die Milchverpackung viel mehr als nur ein Behältnis. Sie liefert wichtige Infos wie Zutaten, Haltbarkeitsdatum und Herkunft. Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) verpflichtet Hersteller, diese Angaben gut lesbar, dauerhaft und an einer sichtbaren Stelle anzubringen.
Damit soll Transparenz und Produktsicherheit für jede Milchverpackung garantiert werden.
Zusätzlich gelten für Erzeugnisse tierischen Ursprungs, also auch viele Milchprodukte, spezielle Hygiene und Zulassungsregeln. Die Verordnung (EG) Nr. 853/2004 schreibt Anforderungen an Betriebe, Zulassungsnummern und das verpflichtende Identitäts-/Genusstauglichkeitskennzeichen vor; Informationen, die oft direkt auf der Milchverpackung sichtbar sein müssen.
Diese Regeln sichern Rückverfolgbarkeit und Verbraucherschutz.
Für Hersteller heißt das: Kennzeichnungen auf der Milchverpackung müssen inhaltlich korrekt, technisch sauber gedruckt und beständig gegenüber Kühlung, Feuchte oder Transportbelastungen sein.
Besonders variable Daten wie MHD, Chargen und Zulassungsnummern müssen zuverlässig und ohne Produktionsunterbrechung aufgebracht werden.
In diesem Beitrag gehen wir auf die Besonderheiten und Herausforderungen der Beschriftung ein, die bei Milchverpackungen anfallen können.
Welche Besonderheiten bei Milchverpackungen gibt es?
Druck auf der Milchverpackung muss dauerhaft, kontrastreich und auch unter Kühlung oder beim Transport lesbar bleiben. Variable Daten wie MHD, Chargen und Zulassungsnummern müssen zuverlässig, schnell und ohne Produktionsunterbrechung aufgebracht werden.
Hier punktet der UV-Beschriftungslaser MD-U von KEYENCE: Die 355 nm Wellenlänge sorgt für hohe Absorption vieler Materialien, dadurch entstehen kontrastreiche, materialschonende Markierungen. Ideal für Glas, Kunststoff oder Karton der Milchverpackung.
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Kondenswasser auf Milchverpackungen
Auf der Milchverpackung müssen MHD, Chargen und Zulassungskennzeichen jederzeit klar lesbar bleiben. In vielen Produktionsumgebungen entsteht Kondenswasser .Tropfen auf der Verpackung erhöhen das Risiko eines Rückrufs, denn tintenbasierte Drucker beschriften auf diese Tropfen.
Das MHD lässt sich dadurch leicht abwischen, sodass das Produkt aussortiert werden muss. Noch schlimmer ist es, wenn das Wegwischen nicht in der Produktion, sondern erst beim Transport oder beim Einlagern in die Kühlung passiert. Das kann großflächige Produktrückrufe nach sich ziehen.
Der UV-Laser MD-U von KEYENCE bietet hier eine robuste Alternative: Im Gegensatz zu Tintenmarkierungen erzeugt der MD-U materialbasierte, kontraststarke Markierungen, die sich nicht durch Abrieb entfernen lassen.
Bei feuchten Bedingungen ist das Verhalten eindeutig: Entweder der Laser markiert wie vorgesehen, oder es entsteht keine Beschriftung.
Dieser klare Zustand erleichtert die Kontrolle in der Produktion. Fehlende Markierungen können automatisch erkannt und die betroffenen Milchverpackungen aussortiert werden. So wird verhindert, dass unvollständig gekennzeichnete Produkte in die Lieferkette gelangen.
Weitere praktische Vorteile für die Milchverpackung sind die hohe Präzision und die zuverlässige Markierqualität auf Glas, Kunststoff und Karton. Durch automatische Abstandskorrektur und Überwachungsfunktionen reduziert der MD-U Nacharbeit und Ausfallzeiten, was speziell in feuchten, kühlen Fertigungsbereichen wichtig ist.
Spritzer in der Produktion
Auch Spritzer stellen ein großes Problem dar – mit einem ähnlichen Fehlerbild wie beim Kondenswasser. Fett- oder eiweißhaltige Spritzer können tintenbasierte MHD-Aufdrucke verschmieren, partiell überdecken oder so verkleben, dass das Haltbarkeitsdatum unleserlich wird.
Der Vorteil des UV-Lasers MD-U zeigt sich hier deutlich: Laserbeschriftungen reagieren nicht auf oberflächliche Verunreinigungen wie Quark- oder Milchspritzer. Entweder erzeugt der Laser eine saubere, dauerhafte Markierung auf dem Material, die durch derartige Spritzer nicht abgetragen werden kann, oder es bleibt keine Markierung zurück.
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Monoverpackungen
Monoverpackungen bestehen aus einem einzigen Verpackungsmaterial (z. B. 100 % PE oder 100 % PET). Für Milchverpackungen bedeutet das: gleiche Materialstruktur über Deckel, Becher oder Flasche hinweg; ohne Verbundlagen.
Dies bringt viele Vorteile mit sich, wie:
- Bessere Recyclingfähigkeit: Monomaterialien können einfacher und effizienter in den Recyclingstrom zurückgeführt werden, weil Trennprozesse entfallen.
- Höhere Sortenreinheit: Weniger Kontaminationen durch Verbundstoffe erhöhen die Qualität des Rezyklats.
- Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen: Monoverpackungen unterstützen Hersteller dabei, Recyclingquoten und Umweltanforderungen zu erreichen.
Tinte reagiert allerdings so gut auf Monoverpackungen.
Viele Mono-Kunststoffe (z. B. PE, PP) haben eine niedrige Oberflächenenergie, sodass Standardtinten schlecht haften. Ohne Vorbehandlung kann die Haftung unzuverlässig sein - das erhöht Investitionen und Prozesskomplexität.
Monoverpackungen sind ökologisch sinnvoll und fördern Recycling, verlangen aber eine abgestimmte Kennzeichnungslösung. Tinte allein ist oft nicht ausreichend, besonders in feuchten oder fetthaltigen Produktionsumgebungen.
Technologien wie UV-Laserbeschriftungen bieten dauerhafte, abriebfeste Markierungen ohne Direktauftrag von Farbstoffen und sind deshalb auf Monoverpackungen die zuverlässigere Wahl.
Der KEYENCE Vorteil
Der UV-Laser der Modellreihe MD-U hat einige Vorteile, die besonders für Produktions- und Abfüllanlagen von Milchverpackungen interessant sind.
- Dauerhafte, kontrastreiche Markierungen: kontrastreicher Batch-Code direkt auf dem Becherboden von Joghurt/Quark; bleibt lesbar trotz Fettspritzern und Kühlschrankfeuchte.
- Kaltes (photolytisches) Markierverfahren: MHD auf dünnwandigen PE-Bechern und Folienversiegelungen ohne Verformung oder Schmelzspuren, selbst bei empfindlichen Einwegdeckeln.
- Viel Leistung: Durch 7W Laserleistung gleichbleibend hohe Qualität bei schneller Taktung.
- Hohe Präzision (Autofokus, Abstandssensor, integrierte Kamera): saubere MHD-Platzierung auf eng bedruckten Tetra-Pak-Kanten, auch bei Variationen in Höhe oder Position.
- Automatische Überwachung von Laserleistung und Linsenstatus: erkennt verschmutzte Optik oder schwache Markierung sofort. Die Linie stoppt oder Produkte werden ausgesondert, bevor unlesbare MHDs in die Logistik gelangen.
- Robuste Auslegung (IP-geschützter Markierkopf): zuverlässige Beschriftung in kalten, feuchten Abfüllbereichen und Schutz gegen Spritzer von Milch oder Quark ohne häufige Wartung.
Neben dem KEYENCE-üblichen Service wie einen Experten in Ihrer Nähe, schnelle Reaktion, technischem Support und Ersatz, falls es zu Problemen in der Linie kommt, bieten wir Ihnen Vor-Ort-Testungen an. Um sicherzugehen, dass ihre Anwendung durch uns gelöst werden kann.
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