Optische Messtechnik / Messtaster
Messung der Dimensionen
Messung des Rundlaufs
2D/ 3D Profilmessung
Berührungslose Messsensoren für explosionsgefährdete Bereiche
Wichtige Punkte im Überblick
- Explosionsgeschützte, berührungslose Sensoren reduzieren potenzielle Zündquellen und gewährleisten einen sicheren Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen.
- CL-S015EX: Mit der speziellen Durchführung kann der Messkopf problemlos in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden.
- Die ATEX- und IECEx-Zertifizierung stellt die Einhaltung relevanter Vorschriften sowie einen sicheren Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen sicher.
- Risiken ungeeigneter Sensorik: Funkenbildung, Messungenauigkeiten, Ausfälle, Anlagenstillstand und rechtliche Konsequenzen.
In vielen Branchen, insbesondere bei der Verarbeitung leicht entzündlicher Chemikalien, werden Stoffe eingesetzt, die ein potenziell explosionsfähiges Umfeld erzeugen können. Bereits geringfügige Zündquellen können in solchen Umgebungen schwerwiegende Folgen haben.
Hier kommen berührungslose Messsensoren für explosionsgeschützte Anwendungen zum Einsatz. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Betriebssicherheit und ermöglichen gleichzeitig eine präzise, anwendungsbezogene Messdatenerfassung.
Daher sind berührungslose Messsensoren, die für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen ausgelegt sind, entscheidend, um Sicherheit zu gewährleisten und zugleich präzise, prozessrelevante Messdaten zu liefern. In diesem Beitrag werden explosionsgeschützte Messsensoren vorgestellt, potenzielle Risiken beim Einsatz ungeeigneter Sensorsysteme beschrieben und zentrale Messanwendungen in gefährdeten Fertigungsumgebungen beleuchtet. Zudem werden die Vorteile erläutert, die sich durch den Einsatz explosionsgeschützter Sensorlösungen ergeben.
Was macht einen Sensor explosionsgeschützt?
Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen bietet KEYENCE den konfokalen Wegmesssensor CL-S015EX an. Er wird hauptsächlich zur Höhenmessung von Objekten bei definiertem Abstand eingesetzt. Da die Sensorköpfe komplett ohne elektrische Bauteile auskommen, sind sie explosionsgeschützt und lassen sich sicher in gefährlichen Umgebungen verwenden. Dieses durchdachte Design bietet darüber hinaus mehrere Vorteile gegenüber anderen am Markt erhältlichen explosionsgeschützten Messsensoren.
Der konfokale Wegmesssensor CL-S015EX zeichnet sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und Präzision aus – selbst unter anspruchsvollen Messbedingungen. Das Gehäuse ist korrosionsbeständig ausgeführt und gewährleistet damit eine hohe Betriebssicherheit sowie eine lange Lebensdauer.
Der Sensorkopf kommt vollständig ohne elektrische Bauteile aus. Dadurch wird jede potenzielle Energieabgabe – etwa durch Funken oder Lichtbögen verhindert, die eine umgebende explosionsfähige Atmosphäre entzünden könnte. Stattdessen wird das Licht über eine Glasfaser zum Sensorkopf geführt.
Zu beachten ist, dass die optische Einheit mit den elektrischen Schaltungen als „zugehörige Ausrüstung“ klassifiziert ist und nicht innerhalb explosionsgefährdeter Bereiche installiert werden darf. Die Lichtübertragung erfolgt daher über eine Glasfaser, die den Sensorkopf über eine geeignete Durchführung mit der optischen Einheit außerhalb der Ex-Zone verbindet.
Risiken beim Einsatz von ungeeigneten Sensoren
Der Einsatz von Sensoren, die nicht für explosionsgeschützte Anwendungen ausgelegt sind, kann in zahlreichen Industriezweigen schwerwiegende Folgen haben – selbst in Branchen wie der Lebensmittelindustrie, in der grundsätzlich sichere Materialien verwendet werden (z. B. Mehlstaub ist explosiv). Auch wenn solche Vorfälle im normalen Betrieb selten auftreten, können nicht zertifizierte Sensoren Funken, Wärme oder Lichtbögen erzeugen, die brennbare Gase oder Staub entzünden und so Explosionen oder Brände verursachen.
Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da nicht nur teure Anlagen und Einrichtungen beschädigt werden können, sondern auch Mitarbeiter gefährdet sind. Außerdem liefern nicht zertifizierte Sensoren unter extremen Bedingungen wie hohen Temperaturen, Feuchtigkeit oder Kontakt mit korrosiven Stoffen häufig ungenaue Messwerte. Dies kann zu Fehlentscheidungen während des Betriebs und unsicheren Arbeitsbedingungen führen.
Darüber hinaus kann der Einsatz nicht spezifikationsgerechter Sensoren in explosionsgefährdeten Bereichen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – etwa Bußgelder oder verstärkte Kontrollen durch zuständige Aufsichtsbehörden.
Nicht zertifizierte Sensoren sind häufig nicht in der Lage, den anspruchsvollen Bedingungen in gefährlichen Produktionsumgebungen standzuhalten. Dies führt zu häufigen Ausfällen, teuren Reparaturen und Ersatzmaßnahmen sowie ungeplanten Stillständen. Die daraus resultierenden Produktionsunterbrechungen können erhebliche Produktivitätsverluste und finanzielle Einbußen verursachen.
Wichtige Messanwendungen in explosionsgefährdeten Bereichen
Explosionsgeschützte Sensoren sind unverzichtbare Komponenten in sicherheitskritischen Messanwendungen, insbesondere in der chemischen und petrochemischen Industrie. Dort werden sie eingesetzt, um beispielsweise den Füllstand brennbarer Flüssigkeiten und Gase in Lagertanks oder Rohrleitungen zuverlässig zu überwachen. Sie tragen zur sicheren Betriebsführung von Anlagen bei und helfen, gefährliche Leckagen oder Überfüllungen zu vermeiden.
Auch in der Öl- und Gasindustrie kommen explosionsgeschützte Sensoren zum Einsatz. Sie erfassen zentrale Prozessparameter wie Druck, Temperatur und Durchfluss bei Förder-, Raffinations- und Transportprozessen – Messgrößen, die für einen sicheren und effizienten Betrieb unerlässlich sind.
Im Bergbau dienen solche Sensoren dazu, brennbare Gase und Stäube in unterirdischen Stollen und Schächten zu erkennen und kontinuierlich zu überwachen. Dadurch wird das Risiko von Explosionen deutlich reduziert und die Sicherheit von Bergleuten sowie Betriebspersonal erhöht.
In der Pharmaindustrie ermöglichen explosionsgeschützte Sensoren eine präzise Überwachung von Prozess- und Umgebungsbedingungen, insbesondere in Produktionsschritten, bei denen mit flüssigen oder leicht entzündlichen Stoffen gearbeitet wird. Dies trägt wesentlich zur Prozesssicherheit sowie zur Qualität und Sicherheit der hergestellten Produkte bei.
Auch in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie werden explosionsgeschützte Sensoren eingesetzt. Sie überwachen beispielsweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Produktions- und Lagerbereichen, in denen Stäube oder Dämpfe aus Zutaten ein potenzielles Explosionsrisiko darstellen können. Ein bekanntes Beispiel ist Mehlstaub: Unter bestimmten Bedingungen kann er eine hoch explosionsfähige Atmosphäre bilden und gilt daher als erhebliches Sicherheitsrisiko. Aus diesem Grund setzen industrielle Bäckereien beispielsweise explosionsgeschützte Feinstaubsensoren ein.
Warum KEYENCE?
KEYENCE ist ein weltweit führender Anbieter von Messtechnik für Mess-, Prüf- und Qualitätssicherungsanwendungen in zahlreichen Industriezweigen – einschließlich solcher, die mit explosionsgefährdeten Materialien und Umgebungen arbeiten.
Die explosionsgeschützten Messsensoren von KEYENCE sind für den zuverlässigen Einsatz unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen konzipiert und lassen sich gleichzeitig nahtlos in bestehende Anlagen integrieren. Durch die einfache Installation und den geringen Wartungsaufwand werden Ausfallzeiten deutlich reduziert und die Produktivität nachhaltig gesteigert.
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