Wie EU-Vorschriften zur Rückverfolgbarkeit die Kennzeichnung von Milchprodukten prägen

Wichtige Punkte im Überblick

  • Die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV, EU-Verordnung Nr. 1169/2011) schreibt für Milchprodukte in der gesamten EU verbindlich Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. Verbrauchsdatum, Chargennummer und weitere Pflichtangaben vor.
  • Die Chargenkennzeichnung nach Richtlinie 2011/91/EU (in Deutschland umgesetzt über das LFGB) sichert die lückenlose Rückverfolgbarkeit im Rückruffall entlang der gesamten Lieferkette.
  • Kontinuierliche Tintenstrahldrucker (CIJ) wie die KEYENCE Modellreihe MK-G erfüllen die Anforderungen an schnelle, dauerhafte und normgerechte Kennzeichnung auf Milchverpackungen.
  • Stabile Tinte über wechselnde Temperaturen der Kühlkette hinweg sichert lesbare, prüfsichere Drucke – ein Aspekt, der mit der ab August 2026 geltenden EU-Verpackungsverordnung (PPWR) zusätzlich an Bedeutung gewinnt.
  • Automatisierte, wartungsarme Beschriftungssysteme reduzieren Ausfallzeiten und unterstützen den schnellen Wechsel zwischen Verpackungsformaten und -größen.

Qualität und Rückverfolgbarkeit gehören zu den zentralen Produktionsaspekten, die Molkereiunternehmen in Deutschland und der übrigen EU zuverlässig umsetzen müssen.

Damit Milch, Joghurt, Käse und andere Milchprodukte sowohl die gesetzlichen Vorgaben der LMIV als auch die Qualitätserwartungen der Verbraucher erfüllen, müssen Hersteller in Beschriftungssysteme investieren, die eine klare, präzise und dauerhafte Chargen- und Datumscodierung sicherstellen.

Das richtige System erleichtert die Rückverfolgung im Falle eines Produktrückrufs.

Installationsbeispiel

Installationsbeispiel

Erfahren Sie, wie kontinuierliche Tintenstrahldrucker (CIJ) die Kennzeichnungsqualität verbessern können, wie etwa bei Verbrauchsdatum, Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargencode auf Milchprodukten.

Erfahren Sie außerdem, warum sich Hersteller in der EU für die CIJ-Beschriftungslösungen der KEYENCE Modellreihe MK-G entscheiden, um die Anforderungen der LMIV zuverlässig zu erfüllen.

Warum ist normgerechte Chargen- und Datumscodierung bei Milchprodukten entscheidend?

Sowohl Chargen- als auch Datumscodierung sind entscheidend für Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung in der Milchproduktherstellung – und in der EU zusätzlich eine unmittelbare Rechtspflicht. Nach Art. 18 der EU-Basisverordnung (EG) Nr. 178/2002 müssen Lebensmittelunternehmer in jeder Stufe der Produktion, Verarbeitung und Verteilung in der Lage sein, ihre Produkte lückenlos zurückzuverfolgen.

Bei einem Rückruf hilft die Chargencodierung dabei, die betroffene Produktcharge zu identifizieren, sodass jedes Produkt aus dem entsprechenden Produktionslauf isoliert und untersucht werden kann. In Deutschland läuft ein solcher Rückruf in der Regel über das Schnellwarnsystem des BVL sowie die zuständigen Landesbehörden; eine unpräzise oder unleserliche Chargenkennzeichnung verzögert diesen Prozess erheblich und kann zu behördlichen Auflagen bis hin zu Bußgeldern führen.

Ohne den richtigen Drucker für die Chargencodierung von Milchprodukten wird es schwierig, Situationen wie Rückrufe zu bewältigen, bei denen Rückverfolgbarkeit gesetzlich vorgeschrieben ist. Eine präzise Datumscodierung liefert zudem die Information zur Lebensmittelsicherheit, die Verbraucher benötigen, um zu erkennen, wann Produkte nicht mehr zum Verzehr geeignet sind.

Eiscreme

Eiscreme

Käse (Becherverpackung)

Käse (Becherverpackung)

Häufige Codierungs- und Kennzeichnungsherausforderungen für Molkereien in der EU

Geschwindigkeit, Genauigkeit, Integration von Codiersystemen und die Lesbarkeit von Drucken auf unterschiedlichen Verpackungsoberflächen gehören zu den Herausforderungen, denen Hersteller bei der normgerechten Codierung und Kennzeichnung von Milchprodukten gegenüberstehen.

Produktionslinien und Beschriftungssysteme müssen schnell Änderungen adaptieren, wenn Hersteller die stetig wachsenden Anforderungen des Marktes erfüllen wollen. Traditionelle Drucklösungen sind langsam und stoßen bei modernen, hohen Produktionsgeschwindigkeiten schnell an ihre Grenzen, was zu Ineffizienzen und Ausfallzeiten führt. Und schließlich in finanziellem Schaden mündet.

Genau hier kommen Beschriftungssysteme wie kontinuierliche Tintenstrahldrucker als Lösung ins Spiel. CIJ-Drucker bieten Drucke für einen hohen Durchsatz, was sie zur bevorzugten Kennzeichnungstechnologie in vielen Anwendungen macht, einschließlich der Milchproduktion, wo Kühlkette und feuchte Produktionsumgebungen zusätzliche technische Anforderungen an die Druckqualität stellen.

Neben dem Druck von Chargencodes oder Datumsinformationen müssen Beschriftungssysteme außerdem in der Lage sein, auf unterschiedlichen Verpackungsmaterialien, von beschichtetem Karton bis Kunststofffolie, zu drucken, ohne dass Druckbilder verschmieren oder verblassen.
Unleserliche oder fehlende Pflichtangaben, etwa bei Allergenen, können zu Gesundheitsrisiken für Verbraucher mit Lebensmittelallergien führen. Schon wenige solcher Fälle reichen aus, um Produktrückrufe, behördliche Bußgelder oder wettbewerbsrechtliche Abmahnungen auszulösen.

Eine weitere Herausforderung für Produktionslinien in der Molkerei ist die Suche nach einem Druck- und Codiersystem, das sich in bestehende Anlagen integrieren lässt.
Anpassungsfähigkeit ist besonders wichtig, da sich Verbrauchergeschmack und regulatorische Vorgaben stetig ändern.

Um die Kosten zu vermeiden, die mit dem ständigen Wechsel von Drucksystemen oder kostspieligen Anpassungen der Produktionslinie an neue Verpackungsvorgaben verbunden sind, benötigen Molkereiunternehmen vielseitige Beschriftungslösungen.

Genau hier setzt KEYENCE mit den CIJ-Lösungen an: Unsere Drucklösungen hilft den Herausforderungen bei Geschwindigkeit, Genauigkeit, Flexibilität und Rechtskonformität, denen Hersteller in der europäischen Milchindustrie gegenüberstehen, gerecht zu werden.

Wie der KEYENCE CIJ der Modellreihe MK-G Qualität, Rückverfolgbarkeit und Rechtskonformität in der Milchindustrie unterstützt

Die integrierte Kamera und die Prüffunktionen der Modellreihe MK-G helfen, Druckfehler zu vermeiden, die häufig durch Bedienereingaben während des Produktwechsels entstehen, wie etwa bei der Umstellung zwischen unterschiedlichen MHD-Formaten oder Chargenschemata.
Wenn die Druckereinstellungen umgeschaltet werden, ändern sich automatisch auch die entsprechenden Einstellungen des Bildverarbeitungssystems.

Diese Vielfältigkeit trägt erheblich dazu bei, dass Milchprodukte normgerecht gekennzeichnet in den Verkauf gelangen.

Die Viskositätsprüfung der Tintenpartikel unter sich ändernden Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen ist wichtig für gleichmäßige Druckqualität.
Die Modellreihe MK-G begegnet diesen Schwankungen unter anderem mit einer automatischen Optimierung der Tintenpartikel, die den Abrisspunkt jedes Tintentröpfchens anpasst, wenn sich die Viskosität durch Temperaturschwankungen verändert.
So bleibt die Chargen- und Datumscodierung auch unter wechselnden Bedingungen dauerhaft lesbar und damit rückverfolgbar im Sinne. Präzises und zuverlässiges Drucken bedeutet für Hersteller zudem eine belastbare Produktdokumentation gegenüber Behörden wie dem BVL.

Ein weiterer Grund, warum sich Molkereihersteller in der EU für die Modellreihe MK-G entscheiden, sind die zahlreichen automatisierten Funktionen, die nur einen geringen Einsatz von Fachpersonal erfordern.
Dank des Smart Docks führt der MK-G Selbstdiagnose und Fehlerbehebung durch, wodurch der CIJ autonom nötige Reinigungen durchführt. Diese Funktionen helfen Produktionsunterbrechungen zu vermeiden, die sonst die fristgerechte Kennzeichnung frischer Chargen gefährden könnten.

Der werkzeugfreie Teileaustausch in Kombination mit Step-by-Step Anweisungen ermöglicht es auch Bedienern ohne Spezialwissen, die Fehlerbehebung und den Austausch defekter Teile durchzuführen.

Um mehr darüber zu erfahren, wie die Modellreihe MK-G bei der Datums- und Chargencodierung von Milchproduktverpackungen unterstützen kann, kontaktieren Sie uns noch heute.

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